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Caputh 2009: Welch wunderschönes Erlebnis!
Bericht über die 16. Caputh-Fahrt 14./15.11.2009
von Wolfgang Grädler
Am Sonnabend, d. 14.11. trafen sich 15
hochgestimmte RudererInnen auf dem Bootsplatz des PRC-G, um erneut die
traditionelle "Bußtags-Ruderfahrt" nach Caputh zu beginnen. Erstmalig
wurde diese an dem Wochenende vor dem ehemaligen "Bußtag-Feiertag"
durchgeführt, um auch den Werktätigen und SchülernInnen eine Teilnahme
zu ermöglichen. Diese Umdisposition hat sich auch voll bewährt, zumal
diesmal auch Teilnehmer vom fernen Seddiner See und von der Elbe
begrüßt werden konnten.
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Ungewöhnlich zügig wurden die Boote Hansi
Belusa, Bernhard Tietz und Meissen gemeinsam von den TeilnehmerInnen
Angelika Wentzig, Wolfgang Grädler, Helma Heinrich, Waltraud Rossius,
Jürgen Langer, Edith Frieser, Rita Bühler (FRCW), Klaus Wiedemann,
Uschi Preißler, Peter Toedt, Wolfgang Fiehring und Regina Wegener
(WellePo), Hermann Gross, Charlotte Schreiter, Susanne
Gänshirth-Heinemann (RV Radebeul) zu Wasser gelassen.
Bei wunderschönem Sonnen-Herbstwetter und +14 Grad umrundeten wir die
Inseln Kälberwerder und Pfaueninsel und passierten die wunderschöne
Sacrower Heilandskirche bis zur ersten Kurzpause in Höhe Schloss
Cecilienhof.

Über den spiegelglatten Jungfernsee ruderten wir dann in den
Sacrow-Paretzer Kanal hinein und überquerten den Weisser See. Die erste
Landpause erfolgte -traditionell- beim Paddelclub (Kanal-km 23), um
kleine "Entsorgungen" zu erledigen. Erleichtert und demzufolge auch mit
etwas höherem Tempo (aber immer noch stressfrei!) wurde die Linkskurve
(BB!) in den Schlänitzsee erfolgreich genommen, um in das wunderschöne
Naturschutzgebiet der Wublitz einzufahren. Dort dürfen nur "muskel-"
und elektro-betriebene Boote durchfahren.
Begeistert von der ungestörten Flora und Fauna legten wir in Höhe des
Dorfes Grube eine kleine gemeinsame Pause ein und bewunderten am Himmel
die in Pfeilform gen Süden ziehenden und schnatternden Wildgänse.

Einer unserer vielen promovierten Experten meinte, dass diese Pfeilform
aerodynamische Gründe hat und die Vögel daher auch ihre
"Leistungsreserven in optimaler Form abrufen" können ! Sofort kam der
Vorschlag, auch umgehend in Pfeilform zu rudern, allein, es wollte
keiner der erste sein und im Übrigen war die Wublitz auch nicht so
breit, dass drei Boote versetzt hintereinander rudern konnten.
Daher ging es ganz konventionell weiter über den Grossen Zernsee, unter
der Eisenbahnbrücke hindurch (Heute mal keine Zugpassage zur
Erleichterung der Steuerleute!) Richtung Werder.
Auf der Insel Werder legten wir "fahrplangerecht" um 14 Uhr zum kleinen
"Mittags-Picknick" an. Es gab vielfältige Angebote: Mohnstolle und
Butterstolle von Angelika/Winni, schönen heissen Kaffee von Waltraud,
tollen Obstler von Hermann und weiche Pfeffernüsse von Charlotte.

Derart gestärkt war es ein Leichtes, die letzten 6km über den
Schwielowsee (ohne allzu grosse Wellen) wieder in die etwas schwierig
zu erkennende Havel-Einfahrt nach Caputh zu passieren.
In Caputh hatten wir wiederum erstmalig das Glück, auch ohne
Gummi-Stiefel an der Stein-Ufer-Terrasse auszusteigen, da der
Wasserpegel aufgrund der Regenfälle in den vergangenen Tagen doch
relativ hoch war. Nichtsdestotrotz präsentierten zwei Damen in einer
Spontan-Performance ihre wunderhübschen mit Blümchen verzierten
Design-Wasser-Stiefel, die die herkömmlichen grau-schwarz-dunkelgrünen
Stiefel "alt" aussehen ließen: Welch eine tolle Anregung!


Mit der "Packer-Technik" wurden die Boote gemeinsam über eine quergelegte Holzlatte auf die Uferböschung an Land gezogen.
Schnell waren die Boote entladen und gesichert, bevor uns ein weiteres Highlight erwartete: "Harald".
Harald hatte unser Gepäck im Auto transportiert und wir konnten es ganz
bequem direkt vor dem Hoteleingang mitnehmen. Es funktionierte bisher
alles perfekt: Wetter, Zeitplan, Gemeinschaft.
Im Landhaus Caputh wurde die erfolgreiche Anlandung mit einem kleinen
Getränk gefeiert, bevor sich der eine unter die Dusche, die andere in
die Sauna oder der dritte relaxed auf das Bett legte.

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Auf jeden Fall trafen sich alle wieder pünklich zum Abendessen an der
festlich mit Kerzen-Kandelabern erleuchteten Tafel. Manche/mancher
hatte extra ihr/sein Festtagsgewand angelegt, um auch der Würde dieser
Fahrt in besonderer Weise zu entsprechen. Fahrtenleiter Paul zog ein erstes Resumee und bedankte sich bei allen für die tolle Unterstützung und die freudige Stimmung. Bei Ingwer-Möhren-Suppe, Tafelspitz, Gnocchi, Zander, Eis, Waffeln,
Wein und Wasser und vielen anderen Spezialitäten wurde bis spät
gefeiert.
Am Sonntag, d. 15.11. wurde zu moderater Zeit das umfangreiche
Frühstücks-Buffet genossen, bevor wir gegen 10 Uhr ablegten.
Angelika/Winni hatte als Notproviant für jede/n ein
Waffel-Schichten-Gebäck, genannt Knoppers, mitgegeben.
Das Wetter war nochmal eine Stufe besser: Azurblauer Himmel,
Sonnenschein pur und Windstille machten das Rudern zu einem Vergnügen.
Über den Templiner See ging es nach Potsdam zur Freundschaftsinsel zur
bewährten Kurzpause, bevor wir über den Tiefen See am Kleinen Schloss
und dem Schloss Babelsberg in den Glienicker See und den Griebnitzsee
einbogen.
An der weiterhin für Passanten gesperrten südlichen Ufer-Promenade
entlang ruderten wir zu der vom Steuermann avisierten
"Knopper-Mittagspause" in Griebnitzsee-Mitte. Die letzen 6 km über den Stölpchen- und den Pohle-See zum Kleinen und
Grossen Wannsee vergingen wie im Fluge, so dass wir um 13 Uhr pünktlich
wieder am Club-Steg anlegten.
Mit dem obglitatorischen Putzen der Boote und dem Austragen im
Fahrtenbuch (55km) wurde der ruderische Teil der Caputh-Fahrt
abgeschlossen. Mit einen letzten Getränk verabschiedete sich das Caputh-Team in der Ökonomie von Welle-Poseidon.
Eine wunderschöne Ruderfahrt ging zu Ende und alle freuen sich schon auf die nächsten gemeinsamen Aktivitäten.
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