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Potsdamer Ruder Club - Germania

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Ruderkurse 2012

Ruderkurse für alle Altersgruppen starten am Samstag, den 05.Mai 2012 15:00 bis 18:00 Uhr

Ansprechpartner: Erwachsene: Ingo Hüttner Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Jugendliche: Hannes Jeltsch Kinder: Jan Liero Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

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35-Seen-Pfingstfahrt 2010: Bericht Drucken E-Mail

35-Seen-Pfingstfahrt 2010

9 Tage – 335 km – 35 Seen

Auch im Jahr 2010 ist vom 22.05. - 30.05. eine wunderschöne Pfingstfahrt in das Spree-Dahme-Gebiet südöstlich von Berlin vom Fahrtenleiter Wolfgang Grädler und der „Kaltmamsell“ Angelika Wentzig mit insgesamt 10 TeilnehmerInnen der Altersgruppe 49-73 Jahre durchgeführt worden (Gesine Haake, Helma Heinrich, Uschi Preißler, Angelika Wentzig, Wolfgang Grädler, Jürgen Langer, Eberhard Wagner, Klaus Wiedemann und Peter Toedt). Damit konnten 2 Dreier mit Stm. und 1 Person Landdienst auf Pfingst-Ruderfahrt gehen und sich von den vielen Seen des Umlandes verzaubern lassen. Begleitet vom Gesang der Rohrdommeln im Schilf haben wir Kuckucks und Raubvögel gesehen. Oft mussten wir den frisch gegründeten Schwanen- und Enten-Familien mit ihren vielen Kindern ausweichen.  Zu unserem Glück gab es sehr wenig Motorbootsverkehr, so dass wir überwiegend bei glattem Wasser Flüsse und Seen durchrudern konnten. Auch der Wettergott zeigte sich mit fast durchgängigem Sonnenschein und Windstille von seiner besten Seite. So konnten insgesamt 335 km in 9 Tagesetappen, davon sämtliche mit Ufer-Picknick in der Mittagspause aus unserem begleitenden Miet-Bus in bester Stimmung gerudert werden. Kultureller Höhepunkt war in Königs-Wusterhausen die Besichtigung des sehr schön renovierten Jagdschlosses. Unvergesslich auch die Rückfahrt von Bad Saarow über den stürmischen Storkower See, welche die Kameraden/innen auch stimmlich „gleich im Ruck, gleich im Zug“ vorzüglich bewältigten.

Gruppenbild

 

Doch nun zum eigentlichen Fahrtenbericht, der wiederum tageweise von jeweils anderen Autoren/innen stammt:

 

1.      Tag - vom PRC-G über den Teltowkanal und die Dahme nach Grünau  -43 km-

Alle Teilnehmer/innen trafen superpünktlich im Bootshaus des PRC-G ein, so dass das Gepäck schnell im Begleitfahrzeug verstaut werden konnte. Die beiden Dreier „Emden“ und „Bubi Jahnke“ wurden zügig zu Wasser gelassen; so konnten wir bereits um 9:20 Uhr vom Steg ablegten. Für das Gepäck und die Pausenversorgung stand wiederum ein Kleinbus zur Verfügung. Die bekannte Route über den Teltowkanal führte uns zur Mittags-Picknick-Pause zur RG Wiking, wo erstmalig der Landdienst mit erfrischenden Getränken und vielen leckeren Speisen aus dem gut gefüllten Begleitbus (Angelika sei gepriesen) die RudererInnen stärkte. Weiter ging es dann den restlichen Teltowkanal bis zur Mündung in die Dahme. Über die Regattastrecke Grünau ruderten wir zum Tagesziel, dem Olympiastützpunkt RC Grünau, in deren Hochhaus-Zimmern mit einem herrlichen Blick über die Olympia-Regattastrecke von 1936 wir den ersten Schlaf finden sollten. Zuvor wanderten wir ein kurzes Stück durch den angrenzenden Wald, um im Gartenrestaurant „Hanffs Ruh“ zu Abend zu speisen. Unter dem Motto „Hier können Familien Kaffee kochen“ ist dieses Restaurant für seine volkstümlichen Angebote mit entsprechenden Preisen zu empfehlen.

Der Abend wurde nicht lang, da einerseits eine gewisse Müdigkeit einsetzte und andererseits der morgige Frühstücks-Termin um 7Uhr30 nicht verschlafen werden durfte. Dem Fußball-Fan Eberhard gelang es aufgrund seiner robusten Konstitution, das WM-Spiel Deutschland- ??? noch bis weit in die Nacht in der Pförtnerloge zu verfolgen (!).

Wolfgang

Ablegen bei der RG Wiking

 

 

2.      Tag Pfingstsonntag - von Grünau über die Zernsdorfer Lanke nach Prieros

     -37 km-

7 Uhr morgens, ein herrlicher Ausblick aus meinem Zimmer in 7. Stock über den Langen See und die Regattastrecke, jedoch trübes Wetter. Zum Duschen muß ich ins Erdgeschoss, dort sind schon die erstenTrainingsruderer beim Umziehen.

8.00: Ausgezeichnetes Frühstücksbuffet erwartet uns mit allem, was man sich wünschen kann. Bei nur 5 Euro fragt man sich, ob sich das auch rechnet.

9.30 Start bei für mich optimalem Ruderwetter: trüb, trocken, wenig Wellen, Schiebewind. Die Stimmung ist gut und wird auf den ersten Kilometern durch mehrere Pfingstkonzerte am Ufer noch gehoben, aber Anlegen zum Tanzen will dann doch niemand.

An Schmöckwitz vorbei geht es durch den Zeuthener See zum Ruderclub Königs Wusterhausen. Dort erwartet uns als Landdienst schon Angelika mit einem gedeckten Picknicktisch. Das Clubgelände ist romantisch gelegen, das Haus wohl um die Jahrhundertwende erbaut. Alles macht einen gepflegten Eindruck. Für die Geselligkeit im Verein sprechen Hunderte von leeren Kräuterschnapskruken, die als Beetumrandung dienen. Erfrischt geht es weiter die Dahme entlang und über die Bootsschleppe an der Neuen Mühle in den Krüpelsee. Dort will Wolfgang unbedingt einen Abstecher ans Ende der Zernsdorfer Lanke machen zur Alten Ziegelei. Es hat sich gelohnt. Die Alte Ziegelei ist ein Gartenlokal, innen eine urige Kneipe, gestaltet wie die Lobby eines Hotels der zwanziger Jahre mit alten Polstersesseln und Kaminofen, viel Lesestoff, etwas vergammelt, aber sehr gemütlich, das Essen soll hervorragend sein. Übernachtungsmöglichkeit gibt es gegenüber. Da wir gerade unser reichliches Picknick genossen hatten und noch einige Kilometer vor uns hatten, blieb es jedoch nur bei der Besichtigung. Für Interessenten: email: kapitans-klub-gisder.com.

Dann zurück mit Gegenwind in den Krüpelsee. Die letzten Kilometer auf der Dahme und durch den Dolgensee zogen sich und gegen l7 Uhr war Prieros, unser Tagesziel, erreicht. Sechs von uns blieben im Gasthaus zur Linde, die anderen drei hatten ihr Quartier im Hotel Waldhaus am Streganzer See . Ausruhen, Frischmachen und als Ausklang eines gelungenen Tages gegen 20Uhr gingen wir in die Gasthaus „Zum Alten Fritz“, um gut und reichlich zu essen.

Peter

Picknick beim RC Königs-Wusterhausen

 

 

3.      Tag  Von Prieros über Wendisch Rietz nach Bad Saarow - 35 km-

In der Nacht zum Pfingstmontag hatte es geregnet. Und es ist immer so: das Wetter

bestimmt die Stimmung. Denn alle, die in dieser Nacht wach wurden, waren alles andere als amused. Am Morgen schien jedoch die Sonne, und die Welt war wieder in Ordnung. Aber der Tag hielt noch einige Überraschungen bereit.

Nach dem Frühstück ruderten wir bei herrlicher Flora über den Langer See (natürlich benannt nach unserem Packer), Wolziger See, dem Wolziger Fließ zur Schleuse Kummersdorf. Bis dahin gab  es keine besonderen Vorkommnisse. Dann ging es durch den Storkower  Kanal zur Selbstbedienungsschleuse Storkow. Kurz dahinter befand sich eine Brücke, die so niedrig war, dass wir uns lang auf den Rücken legen mussten. Als wir uns halb unter der Brücke befanden und fast Platzangst bekamen, schob unser Steuermann das Boot wieder zurück, weil ein paar Spinnen in seinem Gesicht hingen. Alle akrobatischen Übungen waren umsonst, da es sich um eine Brücke zum Hochklappen handelte. Wie einfach. Und so ruderten wir  über den großen Storkower See  zur Selbstbedienungsschleuse Wendisch-Rietz. Und da passierte es. Während wir in der Schleuse lagen, ließ sich eine Restspinne von Pauls Kappe hinunter; eine verscheuchende Handbewegung - und schon lag seine Brille auf dem tiefen Grund.  Er wollte noch nach der Brille langen, sollte aber nicht so  enden wie Fritze Bollmann. Noch nie habe ich bei Paul so einen verdutzten Gesichtsausdruck gesehen.  Nach dem Mittagspicknick wurden ein paar Brillen getauscht, damit Paul seinen Landdienst übernehmen konnte. Und die Moral von der Geschicht: Fahre ohne zweite Brille nicht! 

Vor den Ruderern lag ein kabbeliger Scharmützel See. Auf seinen Wellenspitzen brach sich das Sonnenlicht und viele „Diamanten“ verzauberten die Wasserober-fläche. Kurz vor Bad Saarow wurden die Boote an Land gebracht und der  Rudertag war mit 34 Kilometern zu Ende. Peter nahm noch  bei ca. 13° C  ein erfrischendes Bad.

Kaum saßen wir auf der Terrasse des Restaurants „Drei Stuben“ fing es plötzlich heftig an zu regen. Wir flüchteten unter große Sonnenschirme und genossen das von Paul spendierte Bier.

Auf der Rückfahrt im Bus nach Prieros  zog ein großes Unwetter mit Hagel und Sturmböen auf, das noch Unglück über das Land bringen sollte. 

Abends, im Fisch-Restaurant “Köllnitzer Stuben“, endete dieser aufregende Rudertag bei gutem Essen und gepflegten Getränken.

Uschi 

4.      Tag: Von Bad Saarow über Wendisch Rietz nach Prieros –35km-

Start von Prieros mit dem „Vito“ zum Anlegeplatz am stürmischen Scharmützelsee in Bad Saarow.

Boote waren erstaunlicher Weise noch da, nachdem am Tag vorher die Welt kurzfristig unterging – Hagel, Gewitter, Starkregen.

Landdienst hatte Wolfgang, der sich eine Ersatzbrille beschaffen und zudem noch Angelikas Handy wieder  betriebsfähig machen musste.

Dann sind wir bei Windstärke 6 in den See gestochen und bewältigten 3 Schleusen; Steuerfrau Angelika ist über sich hinausgewachsen – hat sich massiv gegen Wind-böen stemmen müssen.

Endlich -nach 25 km und hinter der Schleuse Kummersdorf - zelebrierten wir an einem wunderschönen Wasserwander-Rastplatz unser Mittagsmahl. Nun schien auch wieder die Sonne und Jürgen spendierte aus der ummittelbar anliegenden Kneipe einen Krug Bier mit „Brot-Schnaps“ und meinte, so vorbildlich sollte jeder Rastplatz ausgestattet sein.

Da ich die Einzige war, die nur nichtalkoholische Getränke zu sich genommen hatte, war damit der abschließende Landdienst geregelt.

Helma

Start bei Bad Saarow

 

 

5.      Tag Von Prieros zum Teupitzer See und zurück -36 km-

Nach der „Gewalttour“ vom Vortag mit stürmischen Seiten- und Gegenwinden auf Scharmützel- und Storkower See waren die Teilnehmer/innen am Morgen allgemein erleichtert, denn es schien die Sonne und kaum ein Lüftchen war zu spüren. Unter diesen optimalen Bedingungen konnte also die Fahrt über die „Teupitzer Gewässer“, also die Seenkette von Prieros nach Teupitz und zurück angetreten werden.

Gleich nach dem Start wurde die Dahme nach Steuerbord verlassen, um vermeint-lich in den langen und schmalen Schmöldesee einzubiegen. Aber, siehe da, dies war ein Irrtum, denn der erste knappe Kilometer trägt laut WSV (Wasser- und Schiff-fahrtsverwaltung des Bundes) einen eigenen Namen: Hutschsee! Und so wurde aus der ursprünglichen 35-  eine 36-Seenfahrt.

Die Ufer der insgesamt zehn durch Kanäle verbundenen Seen sind weitgehend durch Waldlandschaften geprägt, nur unterbrochen durch kleinere Ansiedlungen wie z.B. Klein- und Groß-Köris. So war auch diese Etappe vor allem ein beeindruckendes

Naturerlebnis. Am Ende des Teupitzer Sees hatte Angelika wieder ein schönes Pick-nickplätzchen gefunden, bei dem auch  bequem angelegt werden konnte.

Begeistert wurde das gewohnt opulente Buffet von den Ruderern „gestürmt“, um den müden Körpern wieder neue Energien für die Bewältigung der Rückfahrt zuzuführen.

Kurz nachdem wir wieder in Richtung Prieros gestartet waren, wurde am Schweriner Horn eine Engstelle durchrudert, die den Autor stark an unser heimisches Nadelöhr erinnerte. Nach zügiger Fahrt wieder im Standquartier angelangt, folgte schon bald der Transfers zum kulturellen Höhepunkt der gesamten Wanderrudertour, der Besichtigung von Schloss Königs Wusterhausen.

Im Rahmen einer intensiven Führung wurde uns die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner nahe gebracht, wobei die Person Friedrich Wilhelms I., auch bekannt als der „Soldatenkönig“, sein Leibbataillon die „Langen Kerle“ und das legendäre „Tabakskollegium“ im Mittelpunkt standen.

Mit dem Abendessen im „Hoenckes Altes Wirtshaus“ gegenüber dem Schloss fand dieser schöne Tag in gemütlicher Runde bei allerlei Köstlichkeiten seinen Abschluss.“

Eberhard 

Auf dem Teupitzer See  Jagdschloß Königs Wusterhausen

 

 

6.      Tag Von Prieros über den Wernsdorfer See nach Erkner – 38 km –

Heute galt es Abschied von unserem „Standquartier“ Prieros zu nehmen: Über den Dolgensee und den Krüpelsee ging es über die Bootsschurre an der „Neuen Mühle“ zum Mittags-Picknick beim RC Königs-Wusterhausen. Anschließend ruderten wir über den Möllenzug-, den Sellenzugsee, den Großen Zug und dem Krossinsee zum Anglerverein Wernsdorf, um uns vor der ersehnten Befahrung des Gosener Grabens zu stärken.  Diesen erreichten wir über ein kurzes Stück des Oder-Spree-Kanales und den Seddin-See.

An der Einfahrt zum Gosener Graben sammelten sich beide Boote, um das an-schließende Erlebnis möglichst gemeinsam zu genießen. Da Eberhard auch bei der relativ kühlen Witterung stets in kurzer Kleidung rudert, kam er in den besonderen Genuss der dort lebenden Flugtiere. Es ergab sich nunmehr nicht nur die Heraus-forderung, die engen Kurven und die teilweise ins Wasser gefallenen Bäume zu umfahren, sondern mit allen möglichen Bewegungen den Flugtieren, auch Mücken genannt, auszuweichen.  Die Fahrtrichtung der Boote konnte an den sich im Boot  fortsetzenden „Verteidigungsbewegungen“ von Bug zum Heck genauestens verfolgt werden.  Auch Schlagmann Eberhard konnte seinen ansonsten präzisen Schlag-rhythmus in keiner Phase einhalten, da er permanent mit der Verteidigung seines Körpers zu kämpfen hatte.

Ansonsten gab es bei der Befahrung des Gosener Grabens nichts Neues, nur ein Ruderer sagte am Abend: „Nie wieder, es war ja wie bei Hitchcock“.

An der Mündung des Gosener Grabens in den Dämeritzsee wurden wir sehr freundlich von den Wasserfreunden Erkner begrüßt, auf deren Gelände wir die nächsten 3 Tage unsere Boote gesichert ablegen konnten.

Unser „Bus-Shuttle“ brachte uns dann ins naheliegende „Tagungs-Hotel Erkner“, wo wir nach einem sehr umfangreichen Abend-Buffet müde ins Bett fielen.  

Wolfgang

Bei den Wernsdorfer AngelfreundenEinfahrt zum Gosener Graben

 

 

7.      Tag  Von Erkner bis zum Stienitzsee und zurück -32 km-

Für Freitag, d. 28.05.2010 hat mich der Fahrtenleiter zum Bericht über den Rudertag verdonnert.

Nach dem Frühstück wurden die Mannschaften der beiden Boote vom am Vormittag amtierenden Kleinbusfahrer Wolfgang Deutz zum RV Wasserfreunde Erkner gefahren. Gegen 10 Uhr legten die „Bubi Jahnke“ und die „Emden“ mit den Steuerleuten Wolfgang und Uschi mit dem Ziel Stienitzsee ab.

Es ging zunächst über den Dämeritzsee und dann über den Flakensee zur Schleuse Woltersdorf, wo die vorhandene Schurre benutzt wurde.

Auf dem kurzen Flakensee schwamm eine ölige Flüssigkeit mit ätzendem Geruch. Die Herkunft der Verseuchung des Bodens und des Grundwassers in Erkner stammt von der 1860 gegründeten ersten großen kontinentaleuropäischen  Teerdestillation und späteren Chemiebetrieben, die alle ohne Umweltschutzmaßnahmen bis zur Wende betrieben wurden. Ab 1909 kam es durch die bei der Teerdestillation anfallenden Phenole zur Zusammenarbeit mit dem belgischen Chemiker Leo Baekeland und der 1910 gegr. Bakelite GmbH. Mit dem von Leo Baekeland erfundenen Bakelite begann weltweit die erstmalige Produktion von Kunststoffen.

Aus Bakelite wurden z.B. Telefon- und Radio-Gehäuse hergestellt.

Nach der Wende wurden die maroden Anlagen entfernt. Die - zurückgehende - Verunreinigung im Grundwasser dauert bis heute an.

Dabei war Erkner von 1880 bis 1945 Luftkurort. Gerhart Hauptmann lebte dort von 1885 bis 1889 auf Empfehlung seines Arztes. Er verfasste dort den „Biberpelz“. Hauptmann nutzte ihm bekannte Personen aus Erkner als Figurenmodelle.

Die Ruderfahrt ging nun in den Kalksee und dann über den Mühlenfließ und Hohler See zum Stienitzsee.

Am Ende des Sees mussten unsere Damen unbedingt an Land. Erleichtert ging es nun auf den Rückweg der gewohnten Picknickpause beim RV Kalkberge Rüdersdorf entgegen.

Auf der Rückfahrt kamen wir wieder am Museumspark der Kalkwerke vorbei. Auf dem Gelände mit steilen Höhenabschnitten wurden früher Filme gedreht z.B. „Der Tiger von Eschnapur“.

Der Kalkabbau und die Herstellung von Zement erfolgt in Rüdersdorf schon seit Jahrhunderten. Alle Verbindungskanäle wurden zum Zweck des Transportes der Baustoffe nach Berlin angelegt. „Berlin ist aus dem Kahn gebaut“.

Angekommen beim RV Kalkberge sahen wir den von Wolfgang Deutz aufgebauten und eingedeckten Picknicktisch. Kaum Platz genommen, legte der Fahrtenleiter mit seiner Mannschaft an, vertäute das Boot und nun fing es an zu regnen. Rasch wurden der Picknicktisch und die Stühle unter die überdachte Terrasse gebracht.

Picknick

 

Die Mittagsrast wurde ausgedehnt bis der Regen aufhörte. Klaus übernahm den Kleinbus und beide Wolfgangs saßen in den Booten. Schnell erreichten wir die Schurre an der Schleuse Woltersdorf und setzten die Boote vom Kalksee in den Flakensee um. Weiter ging es wieder über den übel riechenden Flakensee-Kanal in den Dämeritzsee hinein.

Am frühen Nachmittag erreichten wir wieder das Gelände der Wasserfreunde Erkner und zogen mit letzter Kraft unsere Boote an Land.

Wieder war ein schöner Rudertag zu Ende.

Abends speisten wir noch im sehr schönen Seminar- und Tagungshotel in Erkner mit dem ausgezeichnet reichhaltigen Buffet zum Superpreis.

Jürgen

Schurre an der Wolterdorfer Schleuse

 


 

8.      Tag: von Erkner zum Möllensee und zurück über den Müggelsee -37 km-

Heute ruderten wir über den Dämeritzsee und den Flakensee die Löcknitz aufwärts zum Werl-, Peetz- und bis zum Möllensee-Ende. Auf der Rücktour wurde am Eingang des Werlsees an der Festwiese Grünheide von Angelika das letzte Picknick kredenzt. Hier hatten wir das Glück, als Erste anzulegen, da unmittelbar hinter uns nochmals 3 Vierer dort anlegen wollten, aber aufgrund des sehr knappen Steg-platzes keine Möglichkeit mehr dazu vorfanden.

Gestärkt von Baguette, Brot, Käse und Wurst, Weiß- und Rotwein, Wasser, Saft, Obst und Desserts wurde die Fahrt über den Dämeritzsee, die Müggelspree, den Kleinen und den Grossen Müggelsee angetreten. Der Grosse Müggelsee präsentierte sich ruhig mit wenig Schiffsverkehr, so dass wir glücklich und zufrieden am RV Friedrichshagen anlegen konnten.

Nach dem Herausnehmen der Boote lud der Fahrtenleiter die Mannschaften zu einer „Müggelsee-Bezwinger-Lage“ auf der sehr schönen Terrasse des RV Friedrichs-hagen ein. Der Landdienst verteilte die feinen Umzugs-Klamotten und die Duschen wurden dankbar genutzt. Weit über die anliegende Strasse „Hahns Mühle“ war der überaus bezaubernde betörende Gesang unserer Ruderinnen aus dem gekippten Duschfenster zu hören (u.a. Fritze Bollmann wollte angeln…).

Beim Abendessen im der Alt-Berliner Gaststätte „Rolands Eck“ bedankte sich Wolfgang Deutz im Namen aller beim Fahrtenleiter „Paul“ Wolfgang Grädler sowie Angelika Wentzig für ihre viele Mühe und Arbeit, die zum Gelingen dieser Pfingstfahrt geführt haben. Er hob insbesondere die reichhaltigen Naturerlebnisse hervor, die im direkten Umland Berlins doch so einfach zu erreichen sind. Über die sehr launige Rede und die Dankesreden weiterer TeilnehmerInnen haben sich  beide sehr gefreut.

Altersgemäß wurden zu fortgeschrittener Stunde noch ganz wichtige Tips ausgetauscht: Gießkannen-Code beim Friedhofsbesuch: Tülle nach oben gedreht –suche Kontakt, Tülle nach unten gedreht  -heute nicht.

Zurück ging es am Nordrand des Müggelsees nach Erkner zur letzten gemeinsamen Nacht im Hotel. Ab morgen „muss man wieder jeden Tag morgens seine Fingernägel zur Kontrolle auf den Tisch legen“ (Originalton Kalle Pfingstfahrt 2009). 

Wolfgang

 Rast am Werlsee

 

 

9. Tag  Friedrichshagen über die Spree, Teltowkanal zum PRC-G - 42 km-

Heute ist der letzte Rudertag und wiederum eine der längsten Ruderstrecken bis zum PRC-G. Nach dem Frühstück in Erkner um 7 Uhr fuhr uns der Landdienst Jürgen zum RV Friedrichshagen, wo wir in sensationell kurzer Zeit bereits um 9 Uhr ab-legten. Spreeabwärts ging es über Köpenick bis zur Einmündung des Britzer Zweig-kanals, in den wir heimwärts einbogen. Bei der RG Wiking wurde noch eine kurze „Entsorgungs-Pause“ eingelegt, bevor wir dann gegen 12 Uhr in Lichterfelde an der Sportboot-Liegestelle Eugen-Kleine-Brücke kurz vor einem Regenschauer zum abschließenden Mittagessen in der „Trattoria Lugana“ anlegten. 

Dort trafen wir planmäßig auf unsere KameradenInnen Harald und Waltraud Roßius sowie Heide Deutz und 3 österreichische Wanderruderer, die sich mit uns schon auf dem Teltowkanal ruderisch „duellierten“. Waltraud hatte sich dankenswerterweise bereiterklärt, für Wolfgang die Reststrecke zu rudern, damit er mit seiner Heide die Opern-Premiere von „Otello“ rechtzeitig erreichen konnte.

Nach Pizza Parma, Pasta und Vino Rosso  wurde der abschließende Ruder-abschnitt über den Teltow-Kanal mit einer zügigen Schleusung in Kleinmachnow absolviert.

Gegen 18 Uhr waren die Boote gesäubert und ordentlich auf die Lager gelegt, die Fahrt im Fahrtenbuch ausgetragen und ein Abschiedstrunk auf der Terrasse genommen.

Auch der wahrscheinlich „im Übermut“ in Lichterfelde stehen gelassene Paddelhaken wurde auf der Heimfahrt von unserer Fahrtenleitung wiedergefunden.

Eine schöne Pfingstfahrt ging zu Ende, RudererInnen und Boote sind wohlbehalten zurückgekehrt  und manche(r) freut sich schon auf das nächste Jahr.

Wolfgang

Letze Strecke auf dem Teltow-Kanal

 

 
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